E-Bikes: Umweltfreundliche Alternative zum Auto

05.02.2021 15:56

Die Verbindung zwischen moderner, ressourcensparender Technik und der Freude am Fahrradfahren begeistern immer mehr Menschen für das Radeln zu begeistern – bei Bedarf mit motorisierter Unterstützung.

E-Bike-Experten prognostizieren, dass in den nächsten sieben Jahren jedes zweite verkaufte Fahrrad ein E-Bike sein könnte.
E-Bikes und Pedelecs werden nicht zufällig in der Bevölkerung immer beliebter. Die steigenden Umsatzzahlen unterschiedlicher E-Bike-Hersteller beweisen es: Immer mehr Menschen wünschen sich eine nachhaltige Alternative der Fortbewegung, die umweltfreundlich und gleichzeitig wirtschaftlich sinnvoll ist.

Zu den größten Vorteilen von E-Bikes im Stadtverkehr zählen vor allem ihre große Reichweite und die große Unabhängigkeit von Stressfaktoren wie die Parkplatzsuche oder Staus im Feierabendverkehr.

Hier sind die modernen E-Bikes in allen Kategorien konkurrenzfähig mit herkömmlichen Verkehrsmitteln wie Autos oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Zudem bewegt man sich auf dem E-Bike aktiv an der frischen Luft, was eindeutig gesünder ist, als nur im Auto zu sitzen.

Neben den direkten und indirekten CO2-Emissionen müssen bei einem Vergleich auch der Energieverbrauch des jeweiligen Fahrzeugs, der durchschnittliche Flächenverbrauch, die Geräuschbelastung und weitere Faktoren in die Beurteilung einfließen. Dagegengehalten werden müssen die Auswirkungen der eingesetzten E-Bike-Akkus auf die Umwelt – denn auch deren Produktion und Anwendung trägt erheblich zur Umweltbilanz bei.

E-Bike gegen PKW: CO2-Emissionen im Direktvergleich

Schaut man auf den durchschnittlichen Energieverbrauch und CO2-Ausstoß von dieselbetriebenen Pkws, Autos mit Ottomotor und Pedelecs im direkten Vergleich, fällt nach dem TREMOD-Modell – einem Rechenmodell, das zur Ermittlung der Klimagas- und Luftschadstoffemissionen motorisierter Fahrzeuge genutzt wird – schon ein eklatanter Unterschied auf.

Die CO2-Emissionen eines Pkws, der mit einem Ottomotor betrieben wird, sind 39-mal höher als die eines Pedelecs. Die Kraftstoffkosten, die ein normaler Pkw verursacht, sind, auf 100 Kilometer gerechnet, sogar um das 47-fache höher als die eines herkömmlichen E-Bikes.

Zum Vergleich: Die Energiemenge, die von einem E-Bike verbraucht wird, um eine Strecke von zehn Kilometern zurückzulegen, entspricht der Menge an Strom, die man benötigt, um 0,7 Liter Wasser zum Kochen zu bringen.

Sind E-Bikes also die Transportmittel der Zukunft? Auch beim Fahren eines E-Bikes entstehen Emissionen. Diese werden jedoch nicht in Form von CO2-Ausstoß an die Außenwelt abgegeben, wie es bei herkömmlichen Autos der Fall ist, sondern allein durch die elektrische Auf- und Entladung des eingebauten Akkus. Die entstehenden Gesamtemissionen liegen bei einem Pedelec trotzdem weiterhin weit unter denen eines Diesel- oder Benzinfahrzeugs.

Auf eine Distanz von 100 Kilometern gerechnet, entsteht durch die Ladung des Akkus und des verwendeten Stroms dafür eine CO2-Emission von 0,564 Kilogramm. Im Vergleich dazu liegt ein Pkw, der mit Benzin betrieben wird, bei 22,08 Kilogramm. Ein Fahrzeug mit Dieselmotor hingegen verursacht einen CO2-Emissionsausstoß von 19,14 Kilogramm.

Daran lässt sich gut ablesen, dass sich ein Umstieg vom Pkw aufs E-Bike durchaus lohnen kann, wenn man auf den durchschnittlichen Schadstoffausstoß achtet.

Auch der Kraftstoffverbrauch kann für Fahrradfreunde ein triftiger Grund sein, um auf das nachhaltigere Pedelec umzusteigen.

Die Feinstaubbelastung im Detail

Die Belastung der Luft durch Schadstoffe ist ein weiterer Faktor, der im Vergleich zwischen Auto und Pedelec besonders ins Gewicht fällt. Pkws produzieren einen nicht unerheblichen Anteil an Schadstoffen wie Feinstaub, Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid. Gelangen diese Schadstoffe in die Luft, verschlechtern sie nicht nur deren Qualität, sondern wirken sich auch auf das Wohlbefinden von Menschen, Tieren und Ökosystemen aus.

Eine hohe Feinstaubbelastung wirkt sich, wie wir alle wissen, auch schädigend auf die Ozonschicht der Erde aus und befördert so den Klimawandel. Pedelec-Fahrer können im Gegensatz zu Autofahrern einen Großteil des Schadstoffausstoßes vermeiden.

Auf eine Strecke von 100 Kilometern verbraucht ein E-Bike insgesamt nur 0,5 Gramm Stickoxide und 0,2 Gramm Feinstaub durch indirekte Emissionen beim Aufladen des Akkus, wohingegen ein durchschnittlicher Pkw 30,64 Gramm an Stickoxiden und 0,36 Gramm an Feinstaub auf der gleichen Strecke ausstößt.

Allerdings kommen auch in Europa beim Bau von unterschiedlichen Akkus immer wieder Schwermetalle wie Blei, Nickel und Quecksilber zum Einsatz. In Deutschland werden jedoch immer mehr Lithium-Ionen-Akkus verbaut, um die Belastung durch Schwermetalle möglichst gering zu halten.

Die größte Umweltbelastung beim Bau eines E-Bikes entsteht im Fertigungsprozess selbst. Die Akku-Herstellung belastet das Klima durch die Gewinnung der Materialien und den hohen Aufwand im Recyclingprozess. Das ist jedoch der einzige Faktor in der Herstellung eines Pedelecs, der sich negativ auf die Ökobilanz auswirkt.
 

Qualität ist Trumpf, denn Verschleiss schadet dem Klima

Trotzdem werden bei weitem weniger Ressourcen ausgebeutet als beim seriellen Bau und der Verarbeitung von anderen Fahrzeugteilen. Wichtig ist, dass in die Bilanz auch einfließt, dass Bauteile, wie der Akku, verschleißen und gegebenenfalls ersetzt werden müssen. Deswegen sollte man nicht an der Qualität seines E-Bikes sparen.

Besonders entscheidend für die Einsparungen an Schadstoffen während der Produktion ist die Lebensdauer des Akkus: Ist die Haltbarkeit des E-Bike-Akkus nämlich lang genug, können der Ressourcenverbrauch und die negative Ökobilanz durch die Einsparung an CO2 während seiner Lebensdauer zumindest zu Teil ausgeglichen werden.

E-Bikes unterwegs: alltagstauglich und trotzdem ökologisch


Hierbei können Mischmodelle, wie die Kombination von E-Bike und öffentlichen Verkehrsmitteln, bereits eine gute Lösung sein. Auch verschiedene Sharing-Modelle, wie E-Bike-Sharing, sind ein Schritt in die richtige Richtung.


Fazit: Der Umstieg auf das E-Bike lohnt sich

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Umstieg aufs E-Bike tatsächlich lohnt. Nicht nur, weil durch das tägliche E-Bike-Fahren direkte Emissionen effizient verringern lassen, sondern auch, weil der aktivere Lebensstil auch viele gesundheitliche wie finanzielle Vorteile bringt. Pedelec-Fahrer sorgen für mehr Nachhaltigkeit im Straßenverkehr und fördern gleichzeitig die Nutzung erneuerbarer Energien.
Alltagstauglich und konkurrenzfähig sind die modernen Pedelecs im Vergleich zu Pkws allemal.


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